Bei vorliegender Pflegebedürftigkeit ist die Pflege durch die einzelnen Familienangehörigen in der gewohnten, häuslichen Umgebung am häufigsten zu treffen. Derartige Hilfe für den Älteren ist dadurch gekennzeichnet, dass sie zunächst von nahe stehenden, aber nicht dafür ausgebildeten Personen erfolgt. Das weitere Merkmal der häuslichen Pflege ist es, dass diese auf Dauer und nicht erkennbar vorübergehend geleistet werden soll. Auf Dauer heißt in den Sinne, dass dies mehrere Monate bzw. Jahre umfassen soll. Die, anders bezeichnet Langzeitpflege, bedeutet mehr als Entsagung, Opfer oder Verzicht auf das eigene Leben. Aber kehren wir zurück zu der Frage der Altenpflege zurück. Diese Art der Pflege kann höchstwahrscheinlich für die nicht ausgebildete Familienangehörigen eine besondere Herausforderung darstellen und deswegen wurde das professionelle Pflegepersonal unter dem Titel Seniorenbetreuerinnen ins Leben gerufen. Meistens kommen diese heutzutage aus Osteuropa. Besonders lobens- und empfehlenswert sind in der Branche Seniorenbetreuerinnen aus Polen, weil sie sorgfältig und präzise nach einem Ausleseprozess ausgewählt werden und über Werdegang, Qualifikationen und Referenzen verfügen. Dass es hier über Polnische Seniorenbetreuerinnen, also geschlechtlich gesehen, weibliche Mitarbeiter die Rede ist, ist auch kein Zufall. Die Betreuungsarbeit bei der Art der Altenpflege wird vorwiegend von Frauen ausgeübt, sodass sie Implikationen für geschlechtsspezifische Arbeitsteilung hat. Die Männer werden aber in diesen Berufsfeld nicht ausgeschlossen und im Notfall auch gut und gern einsatz- und hilfsbereit. Es ist nicht so wichtig, von wem erhält der Pflegende Hilfe. Wichtig ist jedoch, dass er im Mittelpunkt steht und auf ihn sich das ganze Interesse der professionellen (polnischen) Pflegekräfte konzentriert, was die gegenseitige Zusammenarbeit bedeutend beeinflusst und verbessert.